Poetischet 3


Schlußstück


Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke



"Das kleinste Samenkorn trägt [...] das große Ganze in sich

und es entwickelt es im Zusammenhange mit dem großen Lebensganzen.

So trage auch ich als Mensch die ganze Vergangenheit, die Fülle der Gegenwart

und den Reichtum der Zukunft in mir."

Friedrich Fröbel, eigentlich Fröbel Friedrich Wilhelm August Fröbel

 

Kein Mensch verdient deine Tränen,

und die,
die sie verdienen,
werden dich nie zum Weinen bringen.

Gabriel Garcia Márquez


Du und ich: wir sind eins.
Ich kann Dir nicht weh tun, ohne mich selbst zu verletzen.

Mahatma Gandhi



Frühlingsgruß

Es steht ein Berg in Feuer,

In feurigem Morgenbrand,

Und auf des Berges Spitze

Ein Tannbaum überm Land.

--

Und auf dem höchsten Wipfel

Steh ich und schau vom Baum,

O Welt, du schöne Welt, du,

Man sieht dich vor Blüten kaum!

Joseph von Eichendorff



Wenn wir im Gedächtnis behalten, was uns einer Übles getan hat

und es vielleicht noch zusätzlich ausmalen

dann leben wir in einer dunklen Welt.

Jeder Gedanke baut an unseren Erlebnissen:

Was wir nicht heller machen, wird nicht heller.
Buddhistische Weisheit



Der Schmerz ist ein heiliger Engel;

durch ihn allein sind mehr Menschen

größer geworden

als durch alle Freuden

der Welt.

Adalbert Stifter




Jeder Krieg ist eine Niederlage

des menschlichen Geistes.

Arthur Miller



Kein Ziel ist so hoch,

daß es unwürdige Methoden

rechtfertigte.

Albert Einstein



Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung

der alten Regel:

Sie können auch die Vorboten

einer neuen Regel sein.

Marie von Ebner- Eschenbach



Am kostbarsten sind immer die Dinge,

die keinen Preis haben.

Luise Rinser



Die Armut ließe sich rasch beseitigen,
wenn sich die Wohlhabenden
dadurch bereichern könnten.

Emanuel Wertheimer



Der einsame Christus

Wachet und betet mir mir!

Meine Seele ist traurig bis an den Tod.

Wachet und betet

mit mir!

Eure Augen sind voll Schlafes-

könnt ihr nicht wachen?

Ich gehe, euch mein Letztes zu geben-

und ihr schlaft...

Einsam stehe ich unter Schlafenden,

einsam vollbring ich

das Werk meiner schwersten Stunde.

Wachet und betet mir mir!

Könnt ihr nicht wachen?

Ihr alle seid in mir,

aber in wem bin ich?

Was wisst ihr von meiner Liebe,

was wisst ihr

vom Schmerz meiner Seele!

O einsam! einsam!

Ich sterbe für euch-

und ihr schlaft!

Ihr schlaft!

Christian Morgenstern



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